
Der russische Ex-Kommunikationsminister Leonid Reiman. Hat er kriminelle Geschäfte betrieben? (Foto: Esther Dyson/flickr)
Sechs Jahre lang wurden die Vorwürfe vor der nun erfolgten Anklage geprüft. Vier aktuelle bzw. ehemalige Führungskräfte der Commerzbank AG und ein dänischer Anwalt sollen den ehemaligen russischen Telekommunikationsminister Reiman beim Verkauf von Beteiligungen im Telekommunikationssektor über von ihm kontrollierte ausländische Unternehmen unterstützt haben, während der wahre Besitzer im Verborgenen blieb. Es soll sich um einen Betrag von etwa 150 Millionen Dollar handeln. Das berichtet die „Washington Post“.
Der dänische Anwalt namens Jeffrey Galmond hat die Vorwürfe der Geldwäsche wiederholt zurückgewiesen, ebenso wie Reiman. Letzterer soll ein langjähriger Freund des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin sein. Zwischen 1999 und 2008 arbeitete er unter dessen Präsidentschaftsführung als Russlands Telekommunikationsminister und soll so die Branche überwacht haben, in der er angeblich große Anteile besitzt.
Galmond hat nach Ansicht der Ermittler als Strohmann für Reiman fungiert. Die Commerzbank hatte für den Anwalt die Telekom-Beteiligungen als Treuhänder in der Zeit zwischen 1996 und 2001 gehalten. Es handelt sich um eines der hochrangigsten Ermittlungsverfahren gegen einen russischen Beamten außerhalb Russlands.
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